Der Klassenarbeitsschnitt und seine Probleme

Der Klassenarbeitsschnitt und seine Probleme

Nach Herausgabe einer Klassenarbeit kommunizieren die meisten Lehrer den Klassenarbeitsschnitt an ihre Schüler. Hat dieser Schnitt aber einen hohen Informationsgehalt? Schauen wir uns drei verschiedene Klassenarbeiten an.

Klassenarbeit #1

Die erste Klassenarbeit hat eine sehr bipolare Notenverteilung. Fünf Schüler schreiben eine 1,0 und fünf Schüler schreiben die Note 6,0. Der Klassenarbeitsschnitt ist 3,0.

Notenverteilung Klassenarbeit #1

Klassenarbeit #2

Die zweite Klassenarbeit ist etwas gleichmäßiger verteilt. Fünf Schüler schreiben die Note 3,0 und fünf Schüler schreiben die Note 4,0. Der Klassenarbeitsschnitt ist 3,0.

Klassenarbeitschnitt #3

Die Noten der dritten Klassenarbeit sind gleichmäßiger verteilt. Der Klassenarbeitsschnitt ist 3,0.

Fazit

Der Klassenarbeitsschnitt kann einen ersten Einblick geben über die Schwierigkeit einer Klassenarbeit. Er gibt aber nicht die Verteilung der Noten wider und deshalb kann der Schüler folgende wichtige Fragen nicht beantworten:

  • Was ist die am häufigsten vergebene Note und liege ich darüber oder darunter? (Hier kann der Modus helfen)
  • Welches ist die Note „in der Mitte“ und liege ich darüber oder darunter? (Hier kann der Median helfen)
  • Liege ich im oberen Viertel (oder Hälfte) der Klasse? (Mit einem Box-Plot wie im Beitragsbild kann den Schüler visuell eingeordnet werden).

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